Sie haben eine Zahlungsaufforderung erhalten?

Wenn eine Zahlungsaufforderung ins Haus flattert, ist die Aufregung groß. Unsere Empfehlung: Bewahren Sie zunächst Ruhe. Gemeinsam mit Ihnen werden wir versuchen, Ihr Zahlungsproblem möglichst zur beiderseitigen Zufriedenheit zu lösen. Nachfolgend finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen und zahlreiche Tipps.

    • Was muss ich bei der Zahlung beachten?

      Bitte nutzen Sie, wenn möglich, den Überweisungsträger, den wir Ihnen mit unserer Zahlungsaufforderung zugeschickt haben. Wenn Sie den Überweisungsträger nicht verwenden, geben Sie auf jeden Fall bei jeder Zahlung – wie auch bei jeglichem Schriftverkehr – immer das Aktenzeichen an, das auf unserem Schreiben angegeben ist.

    • Ich kann die von Inkasso Goldbach gesetzte Frist nicht einhalten – was nun?

      Wenn Sie eine von uns gesetzte Zahlungsfrist oder einen Zahlungstermin nicht einhalten können, kontaktieren Sie uns bitte umgehend – idealerweise über unser Kontaktformular. Andernfalls sind ggf. weitere Schritte erforderlich, die erneute Kosten verursachen. 

    • Was muss ich tun, wenn sich meine Anschrift oder mein Name ändert?

      Eine Änderung Ihrer Anschrift oder Ihres Nachnamens müssen Sie uns unverzüglich schriftlich mitteilen. Ansonsten müssen wir eine kostenpflichtige Adressermittlung einleiten, die von Ihnen zu bezahlen ist. Ihre neuen Kontaktdaten können Sie uns über das Kontaktformular mitteilen. Wichtig: Nennen Sie bitte auch hier das Aktenzeichen! 

    • Was ist eine titulierte Forderung?

      Eine titulierte Forderung ist eine Forderung, die durch einen Titel gerichtlich gegen Sie festgestellt ist. Ein solcher Titel kann ein Urteil sein, ein Beschluss oder ein Vollstreckungsbescheid. Der Titel berechtigt zur Durchführung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen.

    • Darf Inkasso Goldbach meinen Lohn bzw. mein Gehalt pfänden?

      Wenn über die Inkasso-Forderung ein Titel erwirkt wurde, ist eine Pfändung des Lohnes möglich. Dafür gibt es jedoch gesetzliche Pfändungsfreigrenzen. Diese legen fest, dass der Lohnanteil, der für eine bescheidene Lebensführung erforderlich ist, unpfändbar bleibt.

    • Bin ich verpflichtet, die Gesamtsumme einschließlich der Inkassogebühren zu bezahlen?

      Ja, gemäß §286 BGB muss der Schuldner dem Gläubiger den durch den Verzug entstandenen Schaden erstatten. Das gilt auch für die Kosten, die durch die Inanspruchnahme eines Inkassounternehmens für die Beitreibung der Forderung entstehen.

    • Kann ich meine Schulden auch direkt an den Gläubiger bezahlen?

      Nein, dies ist leider nicht möglich. Bitte leisten Sie sämtliche Zahlungen direkt an Inkasso Goldbach.

    • Warum bekomme ich weiterhin Mahnungen von Inkasso Goldbach, obwohl ich meine Schulden beglichen habe?

      Wenn das Datum der Mahnung vor dem Zeitpunkt Ihrer Einzahlung liegt, hat sich Ihre Zahlung wahrscheinlich mit unserem Schreiben überschnitten. In diesem Fall können Sie davon ausgehen, dass Ihr Geld bei uns eingegangen ist und ordnungsgemäß verbucht wurde. Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, schildern Sie uns Ihr Anliegen über unser Kontaktformular.

  • Datenschutz

    • Sie wurden von unserem Inkassounternehmen angeschrieben. Woher haben wir Ihre Daten?

      Wir fordern von Ihnen eine Zahlung, die Sie ursprünglich an ein Unternehmen hätten leisten müssen, mit dem Sie eine Geschäftsbeziehung (z.B. Vertrag mit einem Energiedienstleister) haben oder hatten. Damit Unternehmen offene Forderungen bei ihren Kunden nicht selbst eintreiben müssen, bedienen sie sich dazu häufig der Unterstützung von darauf spezialisierten Inkassobüros oder Rechtsanwälten, wie z.B. der Inkasso Goldbach GmbH. Dazu beauftragt das Unternehmen ein Inkassobüro entweder damit, die offene Forderung für das Unternehmen einzuziehen, oder es verkauft die Forderung an das Inkassounternehmen.
      Im ersten Fall kümmert sich das Inkassounternehmen als Dienstleister um die Einziehung der Forderung.
      In beiden Fällen darf und muss der (ursprüngliche) Gläubiger personenbezogene Daten des Schuldners (insbesondere dessen Namen und Anschrift, die Grundlage und Höhe der Forderung, etc.) an das Inkassounternehmen weitergeben. Nur mit diesen Daten ist es dem Inkassounternehmen überhaupt möglich, an den Schuldner heranzutreten und die Forderung geltend zu machen.
      Darüber hinaus gibt es Fallgestaltungen, in denen eine Forderung nicht Ihnen gegenüber, sondern gegenüber einer dritten Person geltend gemacht wird. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn Sie als Betreuer*in bestellt oder aufgrund Ihrer anwaltlichen Tätigkeit mandatiert wurden. In diesen Fällen werden Ihre Kontaktdaten zur Forderungsakte als Korrespondenzadresse hinzu-gespeichert und Sie erhalten ebenfalls Informationen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten nach Art. 13 bzw. 14 DS-GVO durch das Inkassounternehmen.

    • Welche Daten darf ein Inkassounternehmen über mich speichern?

      Inkassounternehmen dürfen solche Daten über Sie verarbeiten, die erforderlich sind, um die jeweilige Inkassodienstleistung zu erbringen, also in der Regel eine Forderung einzuziehen. Für den Einzug von Forderungen sind regelmäßig Daten zur Person des Schuldners (zum Beispiel Name, Anschrift, Telefonnummer etc.) sowie zur beizutreibenden Forderung (z.B. Grund der Forderung, Höhe, Fälligkeit) erforderlich. Das Inkassounternehmen darf auch selbst Informationen ermitteln, speichern und nutzen, wenn dies für die Bearbeitung des jeweiligen Falles notwendig ist (zum Beispiel Einholen von Bonitätsauskünften, Ermittlung von Adressen, etc.). Daten, die dafür aber nicht erforderlich sind, dürfen vom Inkassounternehmen auch nicht erhoben oder gespeichert werden.

    • Dürfen meine Daten ohne meine Einwilligung an ein Inkassounternehmen übermittelt werden?

      Es obliegt der freien Entscheidung eines Unternehmens, sich in Streitfällen bezüglich einer – wenn auch nur vermeintlich – offenen Forderung eines Rechtsanwalts oder eines Inkassounternehmens zu bedienen. In diesen Fällen darf und muss der (ursprüngliche) Gläubiger personenbezogene Daten des Schuldners / der Schuldnerin (insbesondere Namen und Anschrift, den Forderungsgrund, die Höhe und die Fälligkeit der Forderung, etc.) an das Inkassounternehmen weitergeben. Nur mit diesen Daten ist es dem Inkasso-unternehmen überhaupt möglich, an den Schuldner heranzutreten und die Forderung geltend zu machen. Eine Einwilligung Ihrerseits für die Datenweitergabe an einen Rechtsdienstleister ist nicht erforderlich, da sie auf die gesetzlichen Tatbestände der Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. b) und lit. f) DS-GVO (Datenverarbeitung zur Vertragserfüllung, Datenverarbeitung aufgrund berechtigten Interesses des Gläubigers) gestützt werden.

    • Muss ein Inkassounternehmen vor Mandatsübernahme prüfen, ob eine Forderung tatsächlich besteht?

      Bei einer Mandatsübernahme muss das Inkassounternehmen darauf vertrauen können, dass die seitens des (Ursprungs-)Gläubigers übergebene Forderung tatsächlich existiert. Eine Schlüssigkeitsprüfung / Plausibilitätsprüfung durch das Inkassounternehmen vor Kontaktaufnahme zum (vermeintlichen) Schuldner ist ausreichend. Eine Prüfung in Bezug auf das tatsächliche Bestehen einer Forderung ist zu diesem Zeitpunkt weder erforderlich noch möglich.
      Die Verarbeitung Ihrer Daten durch ein Inkassounternehmen wäre nur dann unzulässig, wenn die geltend gemachte Forderung ganz offensichtlich nicht besteht. Dies ist allerdings nur in seltenen Ausnahmefällen denkbar und nicht bereits dann, wenn sich Schuldner und Gläubiger uneinig sind, ob die Forderung nun besteht oder nicht.

    • Ist ein Inkassounternehmen dazu verpflichtet, meine Daten zu löschen, wenn ich dazu auffordere?

      Leider versuchen teilweise auch unseriöse Unternehmen mit Mahnschreiben zweifelhafte oder nicht bestehende Forderungen (zum Beispiel aus Abofallen im Internet) einzutreiben. Auch in einem solchen Fall dürfen Ihre Daten aber grundsätzlich von dem vom (vermeintlichen) Gläubiger beauftragten Inkassounternehmen gespeichert und verwendet werden. Anders wäre dies nur in ganz seltenen Fällen, bei denen auch aus der Sicht des Inkassounternehmens ganz offensichtlich ausgeschlossen ist, dass die Forderung tatsächlich besteht.
      Die Frage, ob die geltend gemachte Forderung tatsächlich besteht oder nicht, muss allerdings zwischen Ihnen und dem vermeintlichen Gläubiger beziehungsweise dem Inkassobüro auf zivilrechtlichem Weg geklärt werden, nötigenfalls auch mit anwaltlicher oder gerichtlicher Hilfe.
      Richtig ist zwar, dass sich für Sie als sogenannte „betroffene Person“ ein Recht auf Löschung Ihrer personenbezogenen Daten aus Artikel 17 Abs. 1 DS-GVO unter den dort genannten Voraussetzungen ergibt. Dieses Recht besteht allerdings dann nicht, wenn das Unternehmen Ihre Daten zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen verarbeitet. Dies ergibt sich aus Artikel 17 Absatz 3 lit. e) DS-GVO. Personenbezogene Daten dürfen daher weiter gespeichert bleiben, solange noch offene Forderungen bestehen und im Rahmen der Inkassotätigkeit bearbeitet werden. Nach Einstellung des Inkassoverfahrens sind die Daten zur Erfüllung des Inkassoverfahrens nicht mehr erforderlich und wären prinzipiell nach Art. 17 Abs. 1 lit. a) zu löschen.
      An die Stelle einer Löschung tritt jedoch eine eingeschränkte Verarbeitung, wenn gesetzliche, satzungsmäßige oder vertragliche Aufbewahrungsfristen einer Löschung entgegenstehen (Art. 17 Abs. 3 lit. b) DS-GVO i.V.m. § 35 Abs. 3 BDSG). Personenbezogene Daten müssen ggf. aufgrund handels- oder steuerrechtlicher Vorschriften weiter aufbewahrt werden; dies erfolgt jedoch dann nur für diesen Zweck. Diese Fristen können unterschiedlich sein. Die Abgabenordnung (AO) bzw. das Handelsgesetzbuch (HGB) sehen Löschungsfristen von bis zu 10 Jahren vor.

    • Ich habe Widerspruch gegen die Verarbeitung meiner Daten beim Inkassounternehmen eingelegt. Dieses verarbeitet trotzdem meine Daten weiter. Ist das Unternehmen dazu verpflichtet, die Datenverarbeitung zu stoppen?

      Die Ausübung des Widerspruchsrechts gegen die Verarbeitung von Daten auf Grundlage einer Interessensabwägung (Art. 6 Abs. 1 lit. f) DS-GVO) nach Art. 21 Abs. 1 DS-GVO setzt voraus, dass die betroffene Person gegenüber dem Unternehmen konkrete Gründe geltend macht, die sich aus ihrer beson-deren Situation ergeben. Das bedeutet, dass die betroffene Person vortragen muss, dass und warum es sich in ihrem besonderen Fall um eine atypische Konstellation handelt, die ihren Interessen ein besonders Gewicht verleiht.
      Nicht ausreichend ist z.B. das Bestreiten der Forderung (z.B. „Ich habe keinen Vertrag abgeschlossen“) oder die Mitteilung, dass die Leistung des (Ursprungs-) Gläubigers fehlerhaft war oder nicht erfolgt ist.
      Das Widerspruchsrecht greift allerdings nach Art. 21 Abs. 1 DS-GVO nicht, wenn die Verarbeitung der Daten der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen dient. In den im Rahmen von Inkassovorgängen typischen Fallkonstellationen (Beitreibung von offenen Forderungen) dürfte ein Widerspruch gegen die Datenverarbeitung daher letztlich ins Leere gehen.

    • Wie lange dürfen meine Daten bei einem Inkassounternehmen gespeichert werden?

      Personenbezogene Daten dürfen bei einem Inkassounternehmen verarbeitet werden, solange noch offene Forderungen bestehen und im Rahmen der Inkassotätigkeit bearbeitet werden. Nach Einstellung / Abschluss des Inkassoverfahrens sind die Daten zur Erfüllung des Inkassoverfahrens nicht mehr erforderlich und wären prinzipiell nach Art. 17 Abs. 1 lit. a) DS-GVO zu löschen.
      An die Stelle einer Löschung tritt eine eingeschränkte Verarbeitung, wenn gesetzliche, satzungsmäßige oder vertragliche Aufbewahrungsfristen einer Löschung entgegenstehen (Art. 17 Abs. 3 lit. b) DS-GVO i.V.m. § 35 Abs. 3 BDSG). Personenbezogene Daten müssen ggf. aufgrund handels- oder steuerrechtlicher Vorschriften weiter aufbewahrt werden; dies erfolgt jedoch dann nur für diesen Zweck. Diese Fristen können unterschiedlich sein. Die Abgabenordnung (AO) bzw. das Handelsgesetzbuch (HGB) sehen Löschungsfristen von bis zu 10 Jahren vor.

    • Darf ein Inkassounternehmen eine Bonitätsauskunft über mich einholen?

      Inkassounternehmen dürfen Bonitätsdaten bei Wirtschaftsauskunfteien auf der Grundlage von
      Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f) DS-GVO abfragen, wenn ein berechtigtes Interesse an dieser Datenerhebung vorliegt. Ein solches Interesse ist z. B. dann zu bejahen, wenn eine Entscheidung über die Einleitung von weiteren Maßnahmen mit einem finanziellen Ausfallrisiko – auch in Bezug auf die entstehenden Beitreibungskosten – verbunden ist.

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